nach Victor Robert, Heilpraktiker


 
 

Posturales Behandlungssytem Quaterni




Ich bin seit 1990 als osteopathisch praktizierender Heilpraktiker in München -Schwabing tätig. Seit 20 Jahren behandle ich in meiner Praxis Probleme der Wirbelsäule und der Körpergelenke bei meinen Patientinnen und Patienten.

Das Behandlungsystem des Quaternio® ist ein neues manuell-

therapeutisches Verfahren, das die asymmetrische Phänomenologie im Bereich der menschlichen Körperhaltung hinsichtlich Diagnose und Behandlung besonders berücksichtigt. Die Konzeption meines Verfahrens beruht auf dem neuesten Stand, der bisher auf diesem Gebiet, erreicht worden ist. Eine maßgebende Rolle spielt hier sicherlich die langjährige Schulung, die ich bei Herrn Leopold Renner auf dem Gebiet der Osteopathie, und später durch die Ausbildung zur Asymmetropathy®, auch als Renner-Methode bekannt, hatte.

Es ist dem Verdienst von Herrn Renner die Entwicklung von einer neuen konzeptionellen Sicht zuzurechnen, welche der komplexen Phänomenologie des asymmetrischen Erscheinungsbildes im Menschen, gerecht wird.

Wie kein anderer vor ihm, gelang es Herrn Renner die physiologische Bedeutung von Asymmetrie besonders in Bezug auf den Zusammenhang, der zwischen Körperhaltung und vegetativer Tätigkeit des Nervensystems besteht, für den menschlichen Organismus zu erschließen. Demnach fungiert die asymmetrische Konfiguration der Körperhaltung regelrecht als “Schalter“ für die vegetativ agierende posturale Grundfunktion, die als ein integriertes System parasympathikotoner und sympathikotoner Tätigkeit, im Körper zum Ausdruck kommt: So wie der Mensch räumlich steht, so ist er Zugrichtenden und Gewichtslastenden  Kräften ausgesetzt, die anregend, oder hemmend auf verschiedenen Organfunktionen einwirken.


Unbeantwortet verblieb mir dennoch die Frage nach einem übergeordneten Zusammenhang, der letztendlich zur Entstehung von Körperasymmetrie führte, oder besser ausgedrückt: der sich von einer asymmetrischen Bewegungssprache bediente, um seine Funktion im Körper zu erfüllen. Mit dieser Frage war auch die Suche nach einer sog. “Objektivierbarkeit“ von asymmetrischen Körperzeichen verbunden, wodurch bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die ich immer wieder feststellte, erkennbar gemacht werden konnten.

 

Ausgehend von einem von mir vermuteten, vorhandenen Haupt-mechanismus, der für Interaktion, zwischen der Körperhaltung und der vegetativen Funktion, zuständig ist, begab ich mich weiter auf der Suche nach seinen wesentlichen strukturellen Elementen. Als Zwischenglied, das eine stets zu vermittelnde Rolle zwischen dem willkürlich und dem unwillkürlich, also autonomen Nervensystem zu spielen hat, wurde mir hierfür der Atem in seiner Funktion innerhalb der Körperhaltung bewusst. Die Ergründung der posturalen Funktion des Atemmechanismus bedeutete zunächst für mich das Betreten eines unbekannten Territoriums. Dafür musste ich das Wechselspiel zwischen Atembewegung und Körperhaltung als eine gesonderte physiologische Funktion verstehen, die ihren räumlichen Ausdruck als eine meßbare und experimentell stets zu reproduzierende Größe hat.

 

Die strukturellen Elemente, die hierfür zuständig sind, konnte ich schließlich mit deren Funktion, nämlich der räumlichen Verankerung des Atemschwerpunktes im Sinne eines vertikal pendelnden Lots ausfindig machen.


Diese posturalen bzw. strukturellen Elemente wirken in einer Art synergistisch zusammen, die sich folgendermaßen so beschreiben läßt: “So wie ich stehe, so atme ich“ und “ So wie ich atme, so stehe ich“. Eine vorhandene, posturale Funktion des Atemvorgangs setzt voraus, dass es eine regelnde Instanz geben muss, die für die Koordination von knöchernen, gelenkigen und myofaszialen Strukturen mit der zentral ab- und aufsteigender Bewegung des Zwerchfells bei verschiedenen Körperhaltungen zuständig ist. Dank ihrer Existenz geht die rhythmische Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe des Organismus, bei wechselnder Körperhaltung- und Körperbewegung, nicht mit einem bedenklichen Schwund von Körperenergie einher, weil bei jeder exzentrischen Körperlage, der Halteorganismus bestrebt ist, eine neutrale Positionierungsbewegung zur Körpermitte hin zu “organisieren“. Aus diesem Grund spreche ich oft von einem “posturalen Organismus“, der mit komplexen neurophysiologischen Komponeneten ausgestattet ist, die speziell für diese “zentrische Aktion“ zum Ausdruck kommen.


Letztere bezeichne ich als “Körperzentrik“; sie wird zentralnervös mit unter  aus dem funktional-kybernetischem Zusammenspiel, das zwischen dem Gleichgewichtsystem - darunter ist auch die Augenmotorik mitinbegriffen - und dem Atemsystem besteht, gesteuert. Die “Körperzentrik“ folgt der Horizontalen beim Stand und bei jeder Körperbewegung. Störungen bei der Körperhaltung, die zur fehlerhaften Übereinstimmung, zwischen dem Sicht- und dem Endhorizont führen, sind stets als zentrale Dysfunktionen anzusehen, welche zum Schwindel, Dysrhythmisierung des Atems und zur posturalen Instabilität führen. Vielleicht ist dies auch der Grund warum am Meer, bei klarer Sicht, das Erblicken der großen blauen Horizontallinie in der Ferne beim Betrachter, oder Betrachterin, ein so großes, entspanntes und lockeres “ Durchatmen“ mit sich bringt.


Die Annahme von einem übergeordneten, also zentral gelenktes Regelsystem, das Körperhaltung und Atembewegung zur synergetischen Vollführung von “Körperzentrik“ zusammenbrachte, führte zur Entstehung eines Begriffes, das möglichst in der Lage war, sämtliche Eigenschaften von allen wichtigen Reglern dieses Systems zu subsumieren.


Ich fand schließlich mit dem Begriff des “Atemkörpers“ eine für diesen Zusammenhang passende Bezeichnung: Mit “Körper“ ist die strukturelle, also posturale Situation des Bewegungsapparates im Raum, und mit “Atem“ ist die sich innerhalb dieses körperraums abspielende Bewegung der Atemdruckwelle gemeint.

 

Der Atem braucht einen Schwerpunkt, der räumlich im Stand, mit dem Körperschwerpunkt übereinstimmt. Beim Erwachsenen ist der Körperschwerpunkt im Bereich des Beckens zu eruieren. Die Projektion des Körpergewichts unter, oder zwischen den Fußsohlen stellt das wichtigste Element dar, wodurch die oben beschrieben Funktion zur Manifestation gelangt.

Es ist von diesem unteren Gravitationspunkt, oder besser von dieser punktuellen Gravitationsfläche aus, die auch als sog. “Druckmittelpunkt“ bezeichnet wird, nicht nur die Körperhaltung räumlich von unten nach oben , sondern auch die absenkende und aufsteigende Funktion der Zwerchfellmotrizität organisiert wird.

Die Bewegung der Atemdruckwelle wird - von ihrer vektoriellen Ausrichtung her - vom aktuell vorzufindenden, posturographisch messbaren “Druckmittelpunkt“ bestimmt. Aus diesem Grund ist die posturale Funktion des Atemmechanismus von einer asymmetrischen Grundstruktur gekennzeichnet, die sicherlich einen physiologischen Sinn erfüllt.

 

Posturale Fehler im Sinne von einer Fehlhaltung bringen eine veränderte Atemdynamik mit sich, aber auch umgekehrt, kann eine schlechte Atemsituation zur Fehlhaltung führen. Der sog. "Druckmittelpunkt“ tritt oft einseitig auf einer Fußsohlenseite auf. Dadurch ist der Körper gezwungen eine asymmetrische Körperhaltung anzunehmen um die Mehrgewichtsbelastung auf der betroffenen Körperseite auszugleichen. Dieser Kompensationsakt ist zwar sinnvoll, aber er kann auch “einfrieren“, das heißt mit anderen Worten, er kann andauernd betätigt werden, wodurch die Körperasymmetrie fixiert wird, sozusagen als Dauereinrichtung im Organismus bestehen bleibt. Gravierender wird diese Situation, wenn die Kompensation nicht Ordnungsgemäß stattfindet und fehlerhafte Haltungs- und Bewegungsasymmetrien im Körper erzeugt werden.  Solche  Fixierungen sind in der Praxis sehr oft festzustellen und sie können den Weg zur Entstehung von mannigfaltigen Dysfunktionen des Rückens und der Körpergelenke, aber auch von wichtigen Organfunktionen bereiten.



Quaternio® versteht sich als eine Therapie, die besonders gegen falsche Atem- und Haltungskompensationsmuster angewandt werden kann.

Die Bestimmung des “Druckmittelpunkts“ bildet den wichtigsten diagnostischen Part der Quaternio®-Therapie. Hierfür arbeite ich besonders gerne mit dem Posturometer der Fa. Tetrax, das als posturographisches Instrument, in der Lage ist das Bewegungsspiel zwischen den zwei Fußballen und den zwei Fersen auf beiden Seiten zu messen. Die Gewichtssschwankungen von den Füßen werden durch Fourier-Transformation als Frequenzwellen am PC-Schirm sichtbar. Somit kann man klar in einer prozentualen Errechnungsskala erkennen auf welcher Zone der 4 Sohlenabschnitte die Auslenkung des statischen Körperschwerpunktes mehr verlagert wird. 


Aus dem Beispiel eines asymmetrischen Bildes von einem Menschen, dessen rechten Fußballen eine höhere, tragende Gewichtsdruck-belastung aufweist, wird für den Quaternio®-Therapeuten, oder Quaternio®-Therapeutin, eine asymmetrisch gesunde Kompensation von einer krankmachenden Dekompensation unterschieden. Durch die Eliminierung von den Bewegungsfehlern, die zur ungesunden, oder fehlenden Asymmetrie führen, kann dem betroffenen Patient, oder Patientin sehr geholfen werden.

 

 

Die Bandbreite von Indikationen für diesen manuell-therapeutischen Heilweg ist sehr groß: hierzu zählen alle Bewegungsprobleme der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke, aber auch funktionelle Störungen des vegetativen Nervensystems, die mit ihnen vergesellschaftet sind, hinzu: Eine Reihe von unterschiedlichsten “Befindlichkeitsstörungen“, welche von mannigfaltigen Verspannungen und Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates gekennzeichnet sind, und mit Kopfschmerzen, klinisch unklaren Schwindel- und Augensymptomen, Schlafstörungen, dem Wechsel von Müdigkeit, Antriebslosigkeit mit Nervosität bzw. erhöhter Reizbarkeit, aber auch mit unklaren Verdauungsbeschwerden und Problemen der Nasennebenhöhlen, Kiefer- und  Stirnhöhlen unter anderem, einhergehen.





Hinweis: Ich mache ausdrücklich darauf Aufmerksam, dass es sich bei allen auf dieser Web -Site erwähnten Verfahren und Indikationen um ein nicht schulmedizinisch/wissenschaftlich anerkanntes Verfahren handelt und die Wirksamkeit schulmedizinisch/wissenschaftlich nicht bewiesen und nicht zugesichert ist. Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethode selbst.